Etwa jede zehnte Krankschreibung lässt sich auf ein Rückenleiden zurückführen. Die Schmerzen sind so heftig, dass sie Arbeitsausfälle verursachen und den Alltag der Betroffenen erheblich einschränken. Beschwerden im Rücken sind eine Volkskrankheit. Die Zahl der Menschen mit chronischen Rückenschmerzen stieg in den letzten zehn Jahren um mehr als das Doppelte an. Parallel dazu gibt es auch Gutes zu berichten, denn die Therapiemöglichkeiten verbessern sich laufend. 

Was tun gegen Rückenschmerzen?



Die Zahlen sind ernüchternd. Rund 85 Prozent aller Menschen leiden zumindest einmal in ihrem Leben an Rückenschmerzen. Etwa elf Millionen Deutsche sind von akuten und chronischen Verläufen betroffen. Neben dem Rücken ist oft auch der Nacken betroffen. Akute Nackenschmerzen kennt ungefähr jeder siebte Erwachsene. Diese strahlen nicht selten in die Schultern und in den Hinterkopf aus. Auch hier ist es wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen. Die Nachfrage nach Therapieplätzen ist dementsprechend groß. Tatsächlich gibt es heutzutage effektive Methoden, um die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wieder herzustellen. Der Rückenspezialist in Bayern kennt zahlreiche schonende Therapieverfahren, die auch den Nacken wieder fit machen. Er ermittelt zuerst die Ursache und richtet daran die anschließende Behandlung aus. So lässt sich zum Beispiel der sehr schmerzhafte Hexenschuss, wissenschaftlich Lumbago genannt, relativ einfach beheben. Auslöser ist zumeist eine plötzliche Bewegung oder zu schweres Heben. 

Topmoderne Behandlungsmethoden



Nach Meinung renommierter Experten sind viele der über 200 000 Bandscheibenoperationen, die allein in Deutschland jedes Jahr stattfinden, unnötig. Minimalinvasive Verfahren versprechen mehr Erfolg. Mithilfe moderner Methoden lässt sich die Volkskrankheit einfacher therapieren als gedacht. Weit verbreitet ist der altersbedingte Bandscheibenverschleiß infolge eines Rückgangs der Knorpelmasse. Nun ist es beispielsweise möglich, körpereigene Zellen anzuzüchten und somit die Funktionsfähigkeit der Bandscheiben deutlich zu verbessern. Darüber hinaus sind chronische Rückenschmerzen besonders quälend. Der in München praktizierende Arzt Dr. med. Reinhard Schneiderhan erzielt durch die Erarbeitung fachübergreifender und individueller Konzepte selbst in scheinbar ausweglosen und komplexen Fällen oft gute Resultate. Der menschliche Rücken besitzt einen komplizierten Aufbau und muss aufgrund des aufrechten Gangs einer hohen Belastung standhalten. Deshalb ist bei Rückenproblemen eine genaue Diagnose der Schmerzursachen enorm wichtig. Der Spezialist schöpft die konservativen Behandlungsmöglichkeiten voll aus und greift im Bedarfsfall anschließend auf die minimalinvasive Therapie zurück. Die Wirbelsäulenchirurgie steht erst an letzter Stelle. Für einen größtmöglichen Erfolg arbeiten Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen Hand in Hand. Dazu gehören Neurologen, Orthopäden, Anästhesisten sowie Fachärzte für die physikalische Therapie. 

Wer ist besonders betroffen?



Überlastung und Bewegungsmangel sind die Hauptursachen für Rückenleiden. Viele Menschen bekommen vom langen Sitzen Rückenschmerzen, sodass auch Büroangestellte häufig zu den Patienten zählen. Nach wie vor handelt es sich bei den Betroffenen jedoch um Handwerker und Arbeiter, deren Rücken Tag für Tag einer hohen Belastung ausgesetzt ist. Ver- und Entsorger, beispielsweise Müllwerker, leiden ebenso wie Bauarbeiter oft an Rückenschmerzen. Besonders betroffen sind außerdem Beton- und Stahlbauer, Straßen- und Tunnelwärter, Maurer und Dachdecker. Fabrikarbeiter und Altenpfleger leiden häufiger an Rückenschmerzen als die Angehörigen vieler anderer Berufsgruppen. Ein riskanter Beruf ist außerdem der des LKW-Fahrers, weil diese Personengruppe über Stunden hinweg hinter dem Steuer sitzen muss. Überlastungs- und verschleißbedingte Rückenkrankheiten sind zum Beispiel die Wirbelgelenkarthrose sowie das Wirbelgleiten, bei dem sich Wirbelkörper gegeneinander verschieben. Ursache hierfür ist zumeist eine Überstreckung des Oberkörpers.